Die "Krone des Nordens" wie man die Provinz Chiang Rai auch nennt, ist wohl für viele mit dem Goldenen Dreieck gleichzusetzen. Die durch ihren Gründer Mengrai im Jahre 1262 benannte Stadt, ist durch den Opiumhandel und des Versuches diesen zu unterbinden bekannt geworden. Sie liegt etwa 800km von Bangkok entfernt und hat gute Verkehrsanbindungen zu allen wichtigen Städten im Norden. Im umliegenden wunder-schönen Bergland leben die Bergvölker Akha, Lisu und Meo. Diesen Menschen ist es zu verdanken, daß die Tradition des Opiumrauchens nicht aussterben wird (Beweis siehe links). Übrigens ist es bei diesen Völkern durchaus üblich Reisende einzuladen, und eine Opium Pfeife anzubieten. Eine Ablehnung gilt als unhöflich und läßt das Ansehen des Fremden zweifels-ohne sinken. Man sollte sich vorher schon überlegen, wie einer solchen Situation begegnet wird.
Und hier ist das Paradies für die Opium Bauern. Alle Bemühungen der Regierung den Mohnanbau zu stoppen schlugen weitesgehend fehl. Dieses Foto enstand in Chiang Saen
König Mengrai gründete diese Stadt 1262 und siedelte hauptsächlich die Völker Lawa und Mon an. Nach vielen blutigen Kriegen wurde sie zur Hauptstadt des Königreiches Lanna und blieb es ca. 30 Jahre lang.

Thailändisch wurde sie erst 1786 und fiel durch Ihre Verbundenheit mit der Stadt Chiang Saen auf. Seit 1910 ist sie Hauptstadt der Gesamtprovinz. Die Verkehrsverbindungen sind heutzutage nach Norden genauso gut wie zum Süden hin. Im Augenblick zählt sie ungefähr 46000 Einwohner und durch den immer größeren Touristenstrom scheint dem Wirtschafts-aufschwung nichts mehr im Wege zu stehen. An wunderschönen und interessanten Tempelanlagen mangelt es in der Provinz sicher nicht, aber ein Besuch beansprucht viel Zeit. Ein längerer Reisestop sollte daher eingeplant werden.

Kleiner Tip zum Übernachten: Bungalows an dem Mae Sai Pu Kaeng Wasserfall der durch die Mae Lao Talsperre gespeist wird.

Der Wat Phra Keo Don Tao (unten)wird auch Wat Yier, was übersetzt Bambuswald heißt, genannt. Er ist der Fundort des Jade Buddha, der heute in Bangkok zu bewundern ist. Der Sage nach schlug im 15. Jh ein Blitz in den Chedi ein und gab eine 75 cm hohe Jade Figur frei. Die Tempelanlage wurde im Laufe der Jahrzehnte immer wieder restauriert und befindet sich in einem hervorragendem Zustand.